NAI – Nachrichten aus Israel Dienstag, 1. Januar 2013

Grabeskirche: Wasserstreit geht in nächste Runde

 
Der Wasserstreit zwischen der Stadt Jerusalem und der Grabeskirche scheint trotz eines ausgehandelten Übereinkommens vor wenigen Wochen (Israel Heute berichtete) noch lange nicht beigelegt zu sein. David Hadari, der stellvertretende Bürgermeister Jerusalems erklärte nun, das Finanzkomitee der Stadt habe die Vereinbarung abgewiesen, die der Kirche ca. 9 Mio. Schekel (fast 2 Mio. Euro) Schulden der letzten acht Jahre erlassen hätte. Ausgehandelt worden war unter anderem, dass die Kirche ab 2013 regulär ihre Wasserrechnung bezahlt und die Stadt die Altschulden übernimmt.

Ein Sprecher des Finanzkomitees sprach sich nun gegen dieses Arrangement aus und verlangt, dass die Kirche so wie die anderen wichtigen Institutionen der Stadt, darunter die Klagemauer, Yad Vashem und die Knesset, ihre Rechnungen ohne besondere Zugeständnisse begleichen. Es sei unfair, die Kirche zubevorzugen, so der Sprecher.

*****************************************************

Kurznachrichten

 

All unseren Lesern wünschen wir aus Jerusalem ein frohes und gesegnetes Neues Jahr 2013!

Premierminister Netanjahu hat sich erfreut über den Rückgang der Arbeitslosenquote in Israel geäußert. In einer Pressemitteilung erklärte er: „Im Jahr 2009 war die Arbeitslosenquote in Israel höher als in Europa. Seitdem ist sie in Israel gesunken, in Europa jedoch gestiegen. Mehr als 350.000 Arbeitsplätze konnten in dieser Zeit der globalen Wirtschaftskrise geschaffen werden.“ Netanjahu würdigte insbesondere den Einsatz von Finanzminister Yuval Steinitz sowie den Direktor der Bank of Israel, Stanley Fisher.

Israel hat offiziell die Einfuhr von Kosmetika und Reinigungsmitteln verboten, die an Tieren getestet worden sind. Verboten sind zudem auch das Vermarkten und Vertreiben solcher Produkte. Ursprünglich wurde schon im Jahr 2010 ein Gesetz diesbezüglich erlassen. Dieses Gesetz tritt ab 1. Januar 2013 nun in Kraft.

Die moslemische Bruderschaft in Ägypten hat sich mit ernüchternden Aussagen zu Wort gemeldet. Wie die arabische al-Sharq al-Awsat aus London meldete, hat Essam al-Aryan, ein ranghohes Mitglied der Gruppe und offizieller Berater des ägyptischen Präsidenten, gegenüber der Zeitung erklärt, der Staat Israel werde innerhalb des nächsten Jahrzehnts ausgelöscht. Israelische Juden aus Ägypten sollten wieder zurückkehren, damit Platz für die Palästinenser geschaffen werde, forderte al-Aryan.

*****************************************************

Jüdisches Baby fast von palästinensischem Steinewerfer getötet

 
Am Sonntag ist in Samaria ein jüdisches Kleinkind fast getötet worden, als palästinensische Jugendliche einen großen Stein auf die Windschutzscheibe des Autos warfen, in dem die gesamte Familie, darunter zwei weitere Kinder, saß. Der Stein krachte durch die Scheibe und landete nur Millimeter neben dem Kind. „Ich möchte nicht einmal daran denken, was passiert wäre, wenn der Stein das Baby getroffen hätte,“ sagte der verstörte Vater gegenüber dem Arutz Scheva Radio.

Israelische Soldaten, die in der Nähe stationiert waren, haben daraufhin die Straße abgesperrt, um den Täter zu suchen, sie wurden jedoch von der israelischen Polizei angehalten, die Suche einzustellen.

Israelische Einwohner von Judäa und Samaria (als „Siedler“ bezeichnet) beschweren sich oft über mangelndes Pflichtbewusstsein der Polizei, die wenig Verständnis für ihre gefährliche Lage, in einem Gebiet, das die Araber für sich beanspruchen, zeigt. Mit anderen Worten, die Führungsriege der Polizei scheint eher links eingestellt zu sein und damit gegen die Siedler.

Vielleicht ist die Tatsache, dass die normalen Medien über solche Nachrichten überhaupt nicht berichten, noch frustrierender für die Opfer, auch weil Angriffe dieser Art in letzter Zeit noch häufiger vorkamen. Wenn keiner stirbt oder schwer verletzt wird, werden Steinewerfer an Straßen ignoriert.

Natürlich gibt es keinen Zweifel, dass israelische und internationale Medien über nichts anderes berichten würden, wären die Rollen vertauscht – wenn jüdische Jugendliche also regelmäßig arabische Autofahrer angreifen würden.

Die permanenten und zunehmenden Angriffe zeigen wieder das Fehlen einer Erziehung der Palästinenser für den Frieden auf. Vor einigen Jahren haben Politiker in Jerusalem darüber debattiert, wie man solche Angriffe einstellen könnte, besonders in der Hauptstadt. Einige waren für härtere Strafen für die jugendlichen Täter, aber andere meinten, dass sich nichts ändern werde, wenn die Eltern ihren Kindern nicht beibringen, nicht mehr gewalttätig zu sein.

**********************************************

Haben die Palästinenser Israels Hände gebunden? TEIL 1

 
Ausländische und israelische Nachrichtenagenturen haben kürzlich berichtet, dass die in Gaza regierende radikale Terrorgruppe Hamas kurz davor stand, das so genannte Westjordanland zu übernehmen und den vom Westen unterstützten Palästinenserführer Mahmut Abbas zu verdrängen. Den Berichten zufolge seien die Islamisten durch ihren angeblichen „Sieg“ gegen Israel vor einigen Wochen ermutigt worden.

Sie behaupten, dass Israel es nicht geschafft habe, ihre Fähigkeit (und Willen) zu lähmen, weiterhin zivile Ziele in Israel anzugreifen. Manche gingen sogar so weit zu sagen, dass die Hamas vielleicht nicht gewonnen hat, aber das Schlachtfeld doch mit zusätzlicher diplomatischer Stärke verlassen hat. Die radikale Bewegung war auch von der Tatsache ermutigt, dass Israel keine Bodenoffensive durchgeführt hat, die das Hamas Regime mit Leichtigkeit hätte stürzen können.

Die Sache wird für Israel noch peinlicher, wenn man bedenkt, dass die Regierung zugestimmt hat (als Teil des Waffenstillstandsabkommens) das sogenannte „Niemandsland“ zu entfernen, das bislang eine Pufferzone an der Grenze gebildet hat. Das macht den jüdischen Staat nicht nur verletzlicher sondern lädt auch internationale Organisationen dazu ein, öffentlichkeitswirksame anti-israelische Kampagnen unter der Regie der Hamas durchzuführen.

Trotzdem gibt es viele, die Israels letzte Gazaoperation als Erfolg sehen und darauf bestehen, dass die Hamas verloren hat. Prof. Hillel Frisch, ein Experte für islamische und palästinensische Politik im Begin-Sada-Zentrum für strategische Studien, sagte, dass die Operation Wolkensäule die maximale Abschreckung erzielt habe. „Es ist das erste Mal seit 2001, dass die Hamas jeglichen Beschuss eingestellt hat. Sie haben das Ende des Krieges zwar in ihrem Nationalkalender zum Feiertag erklärt, aber die Wahrheit ist, dass sie besiegt wurden.“

Der Experte fügte hinzu: „Nachdem sie festgestellt haben, dass ihre Taktik des Raketenbeschusses nicht mehr funktionierte, hat die Hamas beschlossen, andere, ihrer Meinung nach effektivere Maßnahmen, zu ergreifen um Israel zu schikanieren, indem sie Massendemonstrationen am Sicherheitszaun abhielt.“

Und tatsächlich ist eine Gruppe von 300 Demonstranten am 21. November, nur zwei Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstands, zum Grenzzaun geschickt worden, um erhebliche Störungen zu verursachen. Die israelische Armee musste gewaltsam gegen den Mob vorgehen, wobei ein Palästinenser getötet wurde und weitere verletzt wurden. Ein anderer Palästinenser wurde einige Tage später bei einer ähnlichen Aktion getötet.

Lesen Sie morgen: „Hamas hat gewonnen, Israel hat versagt“

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s