NAI- Nachrichten aus Israel Mittwoch, 26. Dezember 2012

Droht eine dritte Intifada?
0lmert
In Israel werden mehr und mehr Stimmen laut, die vor einer erneuten Eskalation der Gewalt im Land warnen. Erst kürzlich rief einer der Hamasführer, Ahmed Halabiyeh, dazu auf, wieder Selbstmordattentäter nach Israel zu schicken. Wegen des israelischen Siedlungsbaus sei es ausserdem an der Zeit, eine dritte Intifada zu entfachen, um „Jerusalem und die Al Aksa Moschee zu retten“, so der Hamasfunktionär.

Jetzt meldete sich der ehemalige Premier Ehud Olmert zu Wort, um vor einer erneuten palästinensischen Terrorwelle zu warnen. Zwar sei die Chance eines Friedens nach wie vor gegeben, jedoch könnte eine Intifada jederzeit ausbrechen, erklärte er gestern in Tel Aviv. Die Palästinenser seien sehr frustriert und befürchten, ihre Regierung werde sie letztendlich im Stich lassen, so Olmert.
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Kurznachrichten
. Tzipi Livni schließt nach den bevorstehenden Wahlen eine Koalition mit Netanjahus Likud nicht aus. Sie wolle dafür jedoch den Posten der Außenministerin, erklärte sie. Nach dem Ausscheiden Liebermanns meinen viele, ihre Chancen für diese Position seien nicht schlecht.

Laut israelischem Nachrichtendienst ynet haben sich Israel und Spanien auf eine Zusammenarbeit in Sachen Hafensicherheit geeinigt. Eine Delegation spanischer Minister habe nach einem Besuch des Ashdoder Hafens beschlossen, die israelischen Sicherheitsprotokolle und sowie die Technologie in diesem Bereich zu adaptieren. Dazu werden nun spezielle Teams ausgebildet. Israels Häfen gelten als die sichersten und entwickeltsten weltweit.

Aus Indien sind am Dienstag 53 Bnei-Menasche Juden eingewandert, die vom biblischen Stamm Menasse stammen, der wiederum zu einem der zehn verlorenen Stämme gehört. Mehr als 100.000 Bnei-Menasche gibt es noch, die ebenfalls nach Israel einwandern möchten.

Die Zahl der in Israel lebenden Christen ist in diesem Jahr auf 158.000 gestiegen. Damit wuchs der Anteil der Christen in Israel um 1,3 %. Im Hinblick auf die Lage der Christen in arabischen Ländern ist dies bemerkenswert, denn dort nimmt die Zahl rapide ab.
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Ariel hat jetzt offiziell eine Universität
. Verteidigungsminister Ehud Barak hat den Status des Universitätszentrums in Ariel, einer jüdischen Stadt im sogenannten Westjordanland, zur Universität angehoben. Die Institution hat bereits ihr Emblem geändert und nennt sich jetzt offiziell „Ariel Universität in Samaria“.

In der Vergangenheit waren aufgrund der Lage der Hochschule besonders von linksgerichteten Israelis und palästinensischer Seite her immer wieder Proteste gegen diesen Schritt laut geworden.
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Fund aus der Zeit des Ersten Tempels
.Archäologen haben nahe Jerusalem einen besonderen Fund entdeckt: Artifakte, die geschätzte 2750 Jahre alt sind und damals für rituelle Kulte benutzt wurden, kurz bevor das judäische Königreich diese Art von Kulten verbot. Die entdeckten Überreste des rituellen Gebäudes mit den damals heiligen Gefäßen sind sehr rar.

„Es gibt kaum Funde aus jener Zeit“, erklärten die Verantwortlichen der Ausgrabung mit Blick auf die judäische Zeit des Ersten Tempels. Mehr zu der Ausgrabung in Tel Motza in der nächsten Ausgabe der Israel Heute Zeitschrift!

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