NAI – Nachrichten aus Israel Mittwoch, 12. Dezember 2012

Regen im Überfluß
brausenderwasserfall12_big Am vergangenen Wochenende (Donnerstag bis Samstag) ist der Wasserspiegel des Sees Genezareth um einen viertel Meter angestiegen. Eine dermaßen schnelle Steigung wurde laut israelischer Wasserbehörde seit 20 Jahren nicht mehr gemessen.

Besonders im Norden Israels um den galiläischen See hat es fast pausenlos gegossen, so dass bis 200 mm Niederschläge gemessen wurden. Bis zum obersten Wasserspiegel von – 208,80 Meter (unter dem Meeresspiegel) fehlen dem See zwar immer noch drei Meter, aber im Vergleich zum vorigen Jahr steht der Seepegel bereits um 1,65 Meter höher.

Israelischen Wasserexperten zufolge wird dieser Winter ein gesegneter Winter sein und Israels biblischen See wieder mit Wasser füllen. In den nördlichen Gebieten wurde bereits die jährliche Regenmenge übertrumpft und der Winter steht noch vor uns. Auf den Golanhöhen wurden seit Winteranfang im November 480 mm Niederschläge registriert, dass sind 160% der jährlichen Niederschläge, in Safed (447 mm) 215%, in Obergaliläa (460 mm) 172%, in Haifa (393 mm) 182% und in Israels Hauptstadt Jerusalem (173 mm) was 94% der jährlichen Niederschläge ausmacht.

Im Landeszentrum war es weniger stürmisch als im Norden, daher hat man sich gewundert, als die Regenmengen bekanntgegeben wurden. Ein Grund, weshalb es dem See Genezareth besser geht als früher, ist dass Israel jährlich mehr Trinkwasser aus den neuen Entsalzungssystemen im Land produziert und damit das natürliche Wasserbecken im Norden verschont.

In den israelischen Tageszeitungen wurden zahlreiche Israelis aus Tiberias und um den See zitiert, die sich seit sehr vielen Jahren nicht mehr an solch eine massive Wasserströmung in den See Genezareth erinnern. Im Jordanfluss haben israelische Kajaksportler die wilde Wasserflut aus den Bergen ausgenutzt und waren überall im Fluss zu sehen.

Auf dem Hermonberg hat es ebenso erstmals und zugleich heftig geschneit. Schneetiefe zwischen 30 cm auf 1.500 Meter Höhe und ein Meter Schneetiefe über 2.400 Meter. Heute (Montag) sollen die Skipisten geöffnet werden. In Israel werden solche Regenmengen festlich in allen Zeitungen gelobt.
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Kurioser Fund: Eine halbe Milliarde Dollar an der Klagemauer
Klagemauer Normalerweise werden Zettel und Umschläge, die an der Jerusalemer Klagemauer von Betern in die Ritzen gesteckt werden, weder gelesen noch geöffnet. Doch ein Besucher der Westmauer konnte seiner Neugierde wohl nicht widerstehen, als er einen besonders dicken Umschlag sah. Er nahm ihn an sich und öffnete ihn: Der Brief enthielt 507 Schecks im Wert von je einer Million Dollar, alle undatiert aber unterschrieben. Der Mann ging damit sofort zu einem Anwalt in Jerusalem, der wiederum die Polizei kontaktierte. Dort werden die Dokumente derzeit auf ihre Echtheit überprüft.

Der Rabbi der Klagemauer, Shmuel Rabinowitz, nimmt an, dass die Schecks, von denen die meisten aus dem afrikanischen Nigeria stammen, eine Art symbolischer Akt sind, mit denen Menschen „ihre ganze Habe Gott geben wollen“.
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Südafrikaner zeigen Solidarität mit Israel
southafricans4israel12 Anfang des Monats haben einige Südafrikaner eine besondere Aktion initiiert, um ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat zu zeigen. Und dies obwohl ihr Land eines der westlichen Länder ist, das Israel am feindlichsten gesinnt ist. Zur eigens veranstalteten Flugshow kamen südafrikanische Juden, Nichtjuden und Israelis auf einer privaten Ranch zusammen. Die meisten kamen mit ihren eigenen Flugzeugen, aber es gab auch einige, die ihren Flug aufgrund schlechten Wetters absagen mussten.

Nachdem die Besucher israelisches Essen und eine Unterhaltungsshow genießen durften, hielt der israelische Botschafter Dov Segev-Steinberg eine Rede, in der er über die palästinensische UN Resolution und den letzten Gaza-Krieg sprach. Der Botschafter erinnerte weiterhin an die Hilfe von südafrikanischen Piloten, die Israel dabei halfen, während des Unabhängigkeitskriegs 1948 eigene Luftstreitkräfte aufzubauen.

Segev-Steinberg sagte, dass die Piloten neben beeindruckenden Flugmanövern auch viel Liebe und Unterstützung für Israel gezeigt hätten, „Diese Veranstaltung hat uns sehr erfreut. Besonders in diesen schwierigen Zeiten ist es gut, auch Freunde in Südafrika zu haben,“ schloss der Botschafter.

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