Wenn Gott zum „Erfüllungsgehilfen der eigenen Wünsche“ wird

 

Lichtensteiner Liedermacherfestival

Wenn Gott zum „Erfüllungsgehilfen der eigenen Wünsche“ wird

Einer der bekanntesten christlichen Liedermacher Deutschlands, Manfred Siebald. Foto: idea/kairospress

Lichtenstein (idea) – Christen und christliche Gemeinden sollten nicht versuchen, aus eigener Kraft zu wachsen und zu reifen. Oft genug degradierten sie dabei nämlich Gott zum „Erfüllungsgehilfen ihrer eigenen Wünsche“. Das führe nur zu Enttäuschungen. Diese Ansicht vertrat einer der bekanntesten christlichen Liedermacher Deutschlands, Manfred Siebald (Mainz), am 24. November beim 18. Lichtensteiner Liedermacherfestival. Der einzige, der die Lücke zwischen guten Vorsätzen und der Wirklichkeit füllen könne, sei Jesus Christus. Darum sollten Christen ihn täglich neu bitten, in ihr Leben zu kommen, sagte Siebald vor den mehr als 300 Besuchern. Wie der Moderator des Konzertabends, der langjährige sächsische Landesjugendwart und Leiter des CVJM-Missio-Centers Berlin Wolfgang Freitag (Radebeul bei Dresden), sagte, ist Musik eine großartige Möglichkeit, Christen im Glauben zu stärken. Das beweise das Lichtensteiner Liedermacherfestival, das sich in den vergangenen Jahren zu einer Institution entwickelt und bewiesen habe, dass die Werke christlicher Liedermacher keine „Strohfeuer“ seien. „Inzwischen ist Lichtenstein so etwas wie der Nabel der christlichen Liedermacherwelt“, so Freitag. Er moderierte den Abend an Stelle des Evangelisten Theo Lehmann, der zu den Gründern des Festivals gehört und bisher immer Moderator war. In diesem Jahr konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen.

Vom ostdeutschen Treffen zum gesamtdeutschen Ereignis

Das Lichtensteiner Liedermachfestival, das 1995 als genuin ostdeutsches Treffen begann, hat sich mittlerweile zu einem gesamtdeutschen Ereignis entwickelt. In diesem Jahr traten neben Manfred Siebald der blind geborene Liedermacher und Rockpoet Thomas Steinlein (Hamburg), die Songschreiberin Steffi Charles (Großenhain), sowie das sächsische Liedermacherduo Andy & Frank auf. Mit Daniel Chmell (Zeitz) war auch ein Songpoet aus Thüringen vertreten. Das Besondere an dem Festival in Lichtenstein ist, dass die Liedermacher sich bereits einen Tag vor Beginn des Festivals treffen, um sich kennenzulernen, und es mit einem gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst am Abend beginnen. Voraussetzungen für die Teilnahme am Lichtensteiner Liedermacherfestival sind, dass eigene Texte und Musik aufgeführt werden, auf Deutsch gesungen wird und die Lieder ein eindeutiges Jesus-Bekenntnis beinhalten. Erstmals seit dem Debüt des Lichtensteiner Festivals 1995 fand das Konzert in diesem Jahr wieder in der St. Laurentius-Kirche statt; in allen anderen Jahren war es im Christlichen Glaubenscentrum Lichtenstein zu Gast.

 

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